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Montag 05. Februar 2018, 20:00 Uhr

Podiumsdiskussion

Politische Verantwortung und kommunales Handeln

Am Beispiel Kohleimporte und Menschenrechte

Es diskutieren:

Dr.-Ing. Marita Hilgenstock, RWE AG, Political Affairs/Corporate Responsibility

Jörg Nierhaus, STEAG GmbH, Chief Compliance Officer

Armin Paasch, Misereor, Politik und Globale Zukunftsfragen

Vera Dwors, Amt für MÖWE Ev. Landeskirche Westfalen, Südafrika Forum NRW

Moderation: Kay Bandermann, Wirtschaftsjournalist

Zur Einführung eine szenische Lesung aus dem Stück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, vorgetragen von Schauspieler*innen aus dem Ensemble des Grillo-Theater Essen

Nach dem Auslaufen der heimischen Kohleförderung wird in deutschen Steinkohlekraftwerken zunehmend Importkohle verfeuert. Ein Teil der Importkohle stammt aus Kolumbien oder aus Südafrika. Der Steinkohlebergbau in Kolumbien wird mit Menschenrechtsverletzungen und gravierenden Umweltschäden in Verbindung gebracht. Die Energieversorger RWE und STEAG sind ebenfalls Importeure von Steinkohle aus Kolumbien und Südafrika. Die Stadt Essen ist Anteilseigner beider Unternehmen. Die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte sehen Unternehmen in der Verantwortung in ihrer gesamten Lieferkette die Menschenrechte zu achten.

Wie weit reicht die Verantwortung deutscher Energieversorger hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen bei Importkohle aus Kolumbien oder Südafrika? In welcher Rolle und Verantwortung stehen die kommunalen Anteilseigner? Können Kommunen Einfluss auf die Einkaufspolitik der Energieversorger im Sinne der Umsetzung der UN-Leitlinien nehmen?

Veranstalter: Exile Kulturkoordination / Eine Welt Netz NRW

Veranstaltungsort: Café Central International # Grillo-Theater, Essen